SO NACHHALTIG KANN PRINT SEIN!

Ein Gastbeitrag der UmweltDruckerei

Nachhaltiges Konsumverhalten betrifft mehr als nur den Einkauf von regionalen Lebensmitteln und fairen Produkten. Auch bezüglich der Druckindustrie wird das Thema stark diskutiert. Denn sie arbeiten gleich mit drei Ressourcen, die im Fokus einer nachhaltigen Wirtschaft stehen: Holz, Energie und Wasser.

Es geht also um mehr als nur Recyclingpapier und umweltfreundliche Farben. Obwohl sich bereits einige Labels aus der Forstwirtschaft (FSC/PEFC) etabliert haben, reicht das noch lange nicht aus für eine nachhaltige Druckwirtschaft.

„Wir streben danach, sämtliche Segmente der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit als integrierte Strategie umzusetzen.“

Dr. Kevin Riemer-Schadendorf – Leiter für Nachhaltigkeit und Kommunikation bei der UmweltDruckerei

Wie die Druckindustrie der Umwelt schadet

Neben allen verarbeiteten Branchen, hinterlässt natürlich auch die Druckindustrie ihren ökologischen Fußabdruck. Nicht nur durch den Verbrauch von forstwirtschaftlichen und chemischen Produkten, sondern auch mit den damit einhergehenden energetisch bedingten Emissionen durch den Betrieb von Motoren, Getrieben und Falzapparaten sowie dem Ausstoß von Druckwärme.

Natürlich können die CO2-Emissionen bei der Herstellung oder dem Versand nicht ganz vermieden werden, sie können aber stark verbessert werden. Deutschland hat sich in den letzten Jahren zum Vorreiter im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz in der Druckbranche entwickelt. Im Onlinebereich allen voraus: dieUmweltDruckerei.

dieUmweltDruckerei wurde 2009 gegründet mit dem Ziel, ökologische und bezahlbare Printprodukte online für jeden und jede zu ermöglichen.

Worauf muss man beim nachhaltigen Drucken achten?
7 Tipps von der UmweltDruckerei

100% Recyclingpapier

Eine Tonne Recyclingpapier spart im Vergleich zum Frischfaserpapier aus Zellstoff die Menge an CO2 ein, die ein durchschnittliches Auto auf rund 1.000 km ausstößt (ifeu-Studie). dieUmweltDruckerei ist die einzige Online-Druckerei, die ausschließlich 100 % Recyclingpapier anbietet, da dessen Herstellung etwa 70 % Wasser und 60 % Energie gegenüber Frischfaserpapier spart. Darüber hinaus spart Recyclingpapier nicht nur Wasser, Energie und Ressourcen, sondern reduziert auch signifikant den Energieverbrauch.

Warum kein Frischfaserpapier?

Um Frischfaserpapier herzustellen, müssen Bäume gefällt werden. Das für die Produktion benötigte Holz stammt überwiegend aus Wirtschaftswäldern (56 %) und Plantagen (28 %), jedoch auch zu 16 % aus Naturwäldern, die eine sehr hohe Artenvielfalt aufweisen. Auch wenn die Baumfällung in Plantagen stattfindet, kann diese Plantage einst Natur- und Urwälder mit hoher Biodiversität verdrängt haben.

 

Bio-Farben

Pflanzenöl statt Mineralöl lautet hier das Stichwort. Mineralöle sind zwar günstig, aber werden aus Erdöl, einer fossilen Energiequelle, destilliert und haben so einen negativen Einfluss auf Mensch und Natur. Zudem sind Bio-Farben biologisch leichter abbaubar als ausschließlich mineralölbasierte Druckfarben.

Ökostrom

Das ist eine verhältnismäßig einfache und sehr effiziente Maßnahme, die auch Verwaltungen, andere Unternehmen und Privatleute durch einen Wechsel auf einen Ökostromanbieter schnell umsetzen können. Sowohl in der Administration als auch der Produktion arbeitet dieUmweltDruckerei mit Ökostrom aus erneuerbaren Energien. Das heißt, der Strom wird aus Sonne, Wind und Wasser erzeugt. Mittels einer Wärmerückgewinnungsanlage wird Produktionswärme genutzt. Zudem produziert dieUmweltDruckerei über großflächige Solarpanele selbst Sonnenenergie.

ohne Zusatzstoffe

Der Gebrauch von Chemikalien und Lösungsmitteln lässt sich beim Druckprozess zum jetzigen Stand leider noch nicht gänzlich vermeiden, dennoch sollte der Anspruch sein, den Einsatz so gering wie möglich zu halten, ohne dabei die Druckqualität zu mindern. dieUmweltDruckerei verzichtet beispielsweise auf optische Glanzlacke.

Müllvermeidung

Druch z.B. Sammeldruckverfahren. Das heißt, auf einem Druckbogen werden viele unterschiedliche Druckaufträge platziert. Das spart zum einen bares Geld und ist zum anderen gut für die Umwelt. Mehrere Kund*innen teilen sich damit die Kosten für eine Druckplatte, sodass das Printprodukt günstiger angeboten werden kann. Zudem ist es ressourcenschonend, da durch die optimale Raumnutzung des Druckbogens weniger Papier verbraucht wird. Nicht nur Recyclingpapier verwenden, sondern auch selbst recyceln! Dieser zirkuläre Ansatz vermeidet Papiermüll und sichert den Nachschub an 100 % Recyclingpapier.

CO2-Emissionen kompensieren

Hinter dem Ressourcenverbrauch ist der Energieverbrauch die zweitgrößte Emissionsquelle in der Druckproduktion. Es ist der Faktor, welcher sich am deutlichsten durch eine erhöhte Auslastung positiv beeinflussen lässt. Etwa 34 % des Stromverbrauches in einer Druckerei fällt auch bei Stillstand an, bspw. für die Beleuchtung, Standby und Klimatisierung. Daher nutzt dieUmweltDruckerei freie Kapazitäten ihrer Partnerdruckereien, um die CO2-Bilanz ihrer Druckprodukte deutlich zu verbessern. Mit anderen Worten: Je höher die Auslastung der Druckmaschine, desto geringer die CO2-Emissionen pro Printprodukt Die Produktion und der Versand der Öko-Druckerei erfolgt klimaneutral. Hier arbeitet dieUmweltDruckerei mit ClimatePartner und mit natureOffice zusammen. Das nachhaltige Produktionspartner- und Zulieferernetzwerk verortet sich überwiegend in Deutschland. Die Zertifizierung und die Bilanzierung der Kohlendioxid-Emissionen beim Druckprozess unterstützt dieUmweltDruckerei dabei, den Ausstoß von CO2 im gesamten Ablauf der Druckproduktion durch die Umsetzung effizienterer Maßnahmen zu verringern.

eine große Prise an Engagement!

Zum Beispiel durch Investitionen in Klimaschutzprojekten (mit Gold-Standard, der garantiert, dass die Projekte sowohl soziale als auch ökologische Faktoren erfüllen). Oder durch Kooperationen aus dem sozialen Sektor sowie aus dem Umwelt– und Artenschutzbereich. Was muss sich in Zukunft ändern? Nach Meinung der UmweltDruckerei ist Nachhaltigkeit nicht erst seit der heutigen Zeit ein wichtiger Faktor. Seit den wissenschaftlichen Erkenntnissen des Club of Rome aus dem Jahre 1972 sollte das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz eigentlich in sämtlichen Bereichen ganz oben auf der Agenda stehen. Generellen Verbesserungsbedarf gibt es akut im Mobilitäts- und Energiesektor. Es bedarf nicht nur eine Verkehrs-, sondern auch eine Energiewende; und hier müssen sowohl der staatliche als auch der wirtschaftliche sowie der zivilgesellschaftliche Sektor mithelfen, dieses komplexe Ziel der Klimaneutralität umzusetzen. Der Klimawandel wird global von allen Sektoren verursacht, also müssen sich auch weltweit alle daran beteiligen.

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